Weise Frauen – gestern und heute

Heilpraktikerin Andrea Klärner setzt auf ganzheitliche Frauenheilkunde

Hebammen und Heilerinnen nahmen sich im Mittelalter der Gesundheit der Frauen an. Sie zählten zu den weisen Frauen, denen man seine Gesundheit und seine Sorgen anvertraute. Hildegard von Bingen stellte damals auch die Frauenheilkunde auf die fünf ganzheitlichen Säulen der Naturheilkunde: Ernährung, Kräuter, Ausleitung, Edelstein- und spirituelle Psychotherapie.

In unseren modernen Zeiten trat längst die schulmedizinische Frauenheilkunde an die Stelle dieses Frauenwissens. „Die Schulmedizin tut sehr viel für die Frauen, daran besteht kein Zweifel“, findet Heilpraktikerin Andrea Klärner. Doch sie wünscht sich sehr, dass auch die Frauenheilkunde stärker als bisher die ganze Frau in all ihren Facetten und auch im Rahmen ihrer Umwelt betrachtet. Ein verständlicher Wunsch, wenn man bedenkt, dass sich in Deutschland lediglich die Berliner Charité ein Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) leistet.

Dem Umstand, dass Frauen anders krank werden als Männer, kommt seit 2001 die Erlaubnis entgegen, dass Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen Erkrankungen der primären Geschlechtsorgane behandeln und sich damit auch gynäkologischen Fragen widmen dürfen.

Alternative Ansätze ergänzen die Schulmedizin

Andrea Klärner setzt darauf, dass ergänzend zur Schulmedizin nun auch vermehrt alternative Ansätze, nach denen viele Frauen suchen, ihren Platz finden. Von der grundlegenden Diagnostik über die Feststellung von Hormon-Problemen, die auch Schilddrüse und Nebennieren-Stresshormone betreffen, über Zyklusstörungen, Menstruationshygiene, Verhütungsberatung und unerfüllten Kinderwunsch sieht sie hier viele Gebiete, auf denen alternative Ansätze die Schulmedizin ergänzen können.

„Nicht vergessen dürfen wir die psychischen Folgen von Erkrankungen wie Endometriose, Myome, Blasenerkrankungen. Auch Wechseljahrsbeschwerden und Krebserkrankungen belasten Frauen seelisch sehr stark“, so Andrea Klärner. Hier möchte die Heilpraktikerin die Gesprächstherapie als ein besonders wichtiges Angebot an betroffene Frauen in den Fokus rücken.